



Den Pilzen verdanke ich den Beginn meiner tiefen Beziehung zur Natur. Es fing schon in der Kindheit an, bei unseren Sommerurlauben auf dem Kellershof in Gschwend (Baden-Württemberg). Eine morgendliche Pilztour mit der Oma Bauer brachte mir die erste Begegnungen mit dem geheimnisvollen Reich der Pilze. Oma Bauer mit ihren fast 70 Lenzen war flinker als ich, was mich mit meinen annähernd 12 Jahren doch wunderte.
In unserer Umgebung wachsen sehr viele Pilzarten, die saure Böden bevorzugen. Es wurden bis jetzt 473 Pilzarten gefundenen.
Es ging in die Pfifferlinge. Nach eineinhalb Stunden waren die Körbe voll, ich hatte aber einige Pfifferlinge absichtlich an einem sehr steilen Hang im Moos, unter den Fichten belassen, die den Wald verdunkelten.
Am nächsten Tag suchte ich die Pilze. Ich kann mich noch so gut daran erinnern, da es mein erster alleiniger Ausflug in die Wildnis war. Die Pilze waren schnell gefunden und verstaut. Während dieser ersten selbständigen Pilzwanderung hatte ich ständig laut gepfiffen und mich umgeschaut, ob nicht etwas Unbekanntes in meine Nähe kommt.
Wenn ich heute alleine in die Pilze gehe, bewege ich mich leise und so, dass ich keine Spuren hinterlasse. Kleinere Pilze z.B. Steinpilze decke ich mit Ästchen oder Zweigen zu, damit diese noch wachsen und eventuell aussporen können. Kleine Steinpilze zu ernten, empfinde ich als Kindermord.
Die Pilze kamen bei meiner Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer, zum Gäste- und Nationalpark Waldführer zu kurz. Deswegen habe ich mich in meine alte Heimat Baden-Württemberg - in den Schwarzwald - begeben und vier Seminare bei dem wunderbaren Pilexperten Walter Pätzold besucht.
Dort habe ich so viel gelernt, dass ich mir auch Pilz-Exkursionen zutraute, die ich nunmehr seit über 10 Jahren mit großer Freude anbiete.
Ein Pilz-Seminar in Laufen an der Salzach beim blitzgescheiten Dr. Christoph Hahn, der mühelos eine Schachpartie gewinnt, die er auf seiner Gitarre begleitete, eröffnete mir weitere Gehirnzellen.
Meinen Freund Jarda Tlamicha, der mir bei der Pilz-Bestimmung viele Tipps gegeben hat, möchte ich nicht unerwähnt lassen.
Nachdem ich im Herbst Schleierlinge einer Art, verschiedenen Alters in meinem Pilzkorb verstaut hatte, trug ich in meine Klatte den Standort, die Begleitflora, das Datum und das Wetter der vergangenen Tage ein. Wieder Zuhause fertigte ich eine Habitusskizze an und begab mich danach mit dem Parey-Schlüssel und Mikroskop in mein Bestimmungszimmer.
Nach zwei Tagen ging ich ziemlich geknickt zu meinem Freund Jarda. Jarda meinte nur: Schleierlige sind eine Großgattung. Davon gibt es ca. 1000 Arten. Das wusste ich eigentlich auch, aber den folgenden Satz werde ich nicht vergessen. Jarda meinte ganz trocken: "Lieber Lothar, nicht jeder Pilz der im Wald steht, steht auch in deinem Buch!" Jarda zählt übrigens zu den besten Pilzkennern im Bayerischen Wald!
Vitamine | |||||||
Produkt | Kalorien (mg) | B1 (mg) | B2 (µg) | B3 (µg) | B5 (µg) | B9 (µg) | D3 (µg) |
Kopfsalat | 17 | 0,06 | 0,01 | 0,50 | 0,11 | 0,02 | 0,00 |
Kohlrabi | 39 | 0,05 | 0,05 | 0,30 | 0,20 | 0,01 | 0,00 |
Weißkohl | 32 | 0,04 | 0,06 | 1,00 | 0,10 | 0,00 | 0,00 |
Tomate | 23 | 0,10 | 0,06 | 0,50 | 0,02 | 0,04 | 0,00 |
Champignon | 35 | 0,10 | 0,41 | 2,45 | 0,66 | 0,04 | 1,88 |
Austernseitling | 20 | 0,18 | 0,16 | 2,28 | 1,07 | 0,05 | 2,35 |
Shii-take | 25 | 0,03 | 0,23 | 3,18 | 0,86 | 0,03 | 2,00 |
Ähnlich verhält es sich auch mit den Spurenelementen wie Natrium, Kalium, Phosphor, Zink, Eisen, Kupfer und Selen.
Pilze (Schwammerl) im Bayerischen Wald: Infos Bestimmung Pilzwanderung Tipps und Pilz-Übersicht